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Ehrenkomitee:

Bogdan Zdrojewski
Minister Kultury
i Dziedzictwa Narodowego
PROJEKT FINANSOWANY
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ICOMOS
Międzynarodowa Rada
Ochrony Zabytków
PATRONAT POLSKIEGO
KOMITETU NARODOWEGO
Wągrowiec

Fot. Piotr Namiota
WOIWODSCHAFT: wielkopolskie
KREIS: Wągrowiec
GEMEINDE: Wągrowiec
DIöZESE: gnieźnieńska
DEKANAT: Wągrowiec
ERSCHLISSUNGSDATUM: 1143(?)-1153 r.od ok. 1392/96 - 1493 r. w Wągrowcu
KASSIERUNG: 1835/36 r.
Geschichte

Geschichte die Abtei

       Das Kloster Łekno wurde im Jahre 1153 von Zbylut aus dem Geschlecht Palut gestiftet. Nach neuesten Forschungen ist das Kloster die älteste Abtei auf polnischen Gebiet. Die Mönche kamen aus Altenberg, unweit von Köln.
      Die erste Ausstattung des Klosters wurde sehr schnell durch weitere Schenkungen, Ankäufe und Tausch vergrössert. Neue Ländereien, Seen, Wälder Wiesen und Wassermühlen kamen so in ihren Besitz. Auch ökonomische und gerichtliche Immunitäten und Regalien kamen hinzu. Die Zisterzienser hatten Einnahmen vom Zehnten aus 44 Dörfern.
      Neben den Ländereien waren die Łekno er Mönche auch Eigentümer, oder hatten das Recht zum Fischfang, hatten Einkommen von Fleischbänken und durften in den pommerschen Gütern eigenes Geld prägen. In der zweiten Hälfte des XIV Jahrhunderts war Lekno eine der reichsten Abteien in Polen.
      Die Wirtschaft des Kloster beruhte vor allem auf Feldwirtschaft, Viehzucht und Fischfang. Angebaut wurden Hafer, Roggen, Gerste , Hanf und Wein (Wšgrowiec). Gezüchtet wurden Rinder, Schweine, Pferde und Geflügel. Zum Kloster gehörten die Mühlen in Lęgow, Turzy, Wšgrowiec, Krotoszynek, Bartodzieje, Legniszewo und die Windmühle in Kamienica. Das Handwerk war mit folgenden Berufen vertreten: Schuhmacher, Töpfer, Gerber, Tischler, Zimmermänner, Maurer, Fleischer, Bäcker, Weber und Tuchmacher. Archäologische Befunde bestätigen vorerst, dass es in Lekno auch Schmiede und Glaswerkstätten gab. Die Mönche hatten auch das Patronat in Łekno, Wšgrowiec und Tarnów Pałucki.
      Um 1175, oder nach 1186-1195 gründete das Kloster Łekno Filialklöster in Lšd a/d Warta, in Obra (1231-1238/40 und sollten auch eine Filiale in Preussen gründen, die jedoch nicht zustande kam.
      Beginnend im Jahre 1205 missionierten die Mönche in Preussen. Im Jahre 1258 wurde im Kloster die Verehrung der hl. Ursula eingeführt.
      König Kasimir der Große gab den Mönchen im Jahre 1370 das Magdeburger Recht und erlaubte ihnen jeden Dienstag in der Stadt Tarnów Palucki Markt abzuhalten.
      Die Abtei Łekno wurde nach einem Beschluß des Abtes Tylman stufenweise nach Wšgrowiec verlegt. Der Umzug der Abtei dauerte insgesamt 100 Jahre - also bis 1493. Auf dem bisherigen Standort der alten Abtei wurde ein großer Friedhof angelegt. Der größte Teil der Ausstattung wurde nach Wšgrowiec gebracht und der Rest der Kirche in Tarnowo Paluckie überlassen. Von den Klostergebäuden sind bis zur heutigen Zeit keine Überreste geblieben. Seit 1982 werden dort archäologisch-architektonische Ausgrabungen durchgeführt.
      Das Gebiet des neuen Klosters wurde1319 unter Abt Gotschalk Eigentum der Zisterzienser. Bis zu Ende des XIV Jahrhunderts war Wšgrowiec ein Meierhof von Łekno. Im Jahre 1451 wurde Wšgrowiec Klosterstadt, deren Schicksal eng mit der Abtei verbunden. war
      Der jeweilige Abt des Klosters hatte die Obrigkeit über die Stadt. Über die Fläche des Stadtgebietes verfügte der Abt, erst er übergab sie den Bürgern. Die Bürger und Handwerker waren verpflichtet, dem Kloster Abgaben zu leisten.
      Zur Zeit der Umsiedlung des Klosters kam es zur Lockerung der Ordensdisziplin, verschiedenen Nationalitäts-konflikten sowie Streitigkeiten um Eigentumsrechte (u.a. das Patronat der Kirche in Tarnów Pałucki, - entschieden zu Gunsten der Zisterzienser. Zu Ende des XV - bis in de Hälfte des XVI Jahrhunderts dauerte ein langwieriger Prozeß der Polonisierung.
      Abt Andrzej Dzierzanowski gründete vier Jahre nach seiner Wahl eine sog. Klosterschule für die Söhne der Schlachta. Ein Schüler dieser Klosterschule war der in Wšgrowiec geborene, spätere Jesuit Jakub Wujek (1541-1597), der Übersetzer der Bibel in die polnische Sprache. Eine hervorragende Persönlichkeit war der Profeß Adam aus Wšgrowiec, der als Organist und Komponist im Kloster tätig war. Von seinen musikalischen Werken wurden 27 verschiedene Notenschriften aufgefunden, welche die Bereicherung der Barockmusik in Polen aufzeigen.
      Während der Amtszeit des Abtes Andrzej Dierzanowski fanden in Wšgrowiec zumindestens zwei Kapitel statt: das erste 1560, das zweite 1580. Im zweiten Kapitel wurde ein Statut entworfen und bestätigt. Der Titel lautete: Statuta Reformationi monasteriorum Cisteraensu Ordinis instutae. Es wurde 1581 in Krakow herausgegeben. In dieser Zeit wurde auch die polnische Zisterzienserprovinz ins Leben gerufen. Die ihr zugehörigen Mannerköster waren: Wšgrowiec, Koronowo, Oliwa, Pelplin, Bledzew, Przemęt, Obra, Paradyż, Lšd, Sulejów, Jędrzejów, Koprzywnica, Szczyrzyc i Mogiła. Ebenfalls die unter der Jurisdiktion des Ordens stehenden Frauenklöster: Chełmno, Olobok, Owińska, Żarnowiec und Toruń.. Gemäß der hier angenommenen Vorschriften unterstanden alle Klöster der Polnischen Provinz einem Abt, der von der Versammlung der Äbte oder ihrer Abgsandten gewählt wurde.
      In den Jahren 1565-1579 gehörten zum Kloster etwa 30 Dörfer. Um das Jahr 1598 kam es zur Aufteilung der Güter in Abtei- und Konventualbesitz.
      Im XVI Jahrhundert wurde die Stadt einige Male von der Pest heimgesucht. Dadurch wurde die Zahl der Einwohner dezinniert.
      In den Jahren 1655/56 stationierten die Schweden in der Stadt und verursachten große Verwüstungen. Dem Kloster wurde eine Kriegssteuer auferlegt, derzufolge die Mönche das gesamte Kirchensilber verpfänden mussten.
      Während des Kapitels im Jahr 1699 wurde der Beschluß gefasst, in Wšgrowiec ein Priesterseminar der Zisterzienser zu schaffen. Die Mönche aus Łekno-Wšgrowiec studierten an der Universität in Kraków. Nach der Bildung eines General-Studiums in Mogiła, lehrten Mönche aus Wšgrowiec dort Theologie, Philosophie, Kirchenrecht, Geschichte und Rhetorik. Namentlich waren es; Andrzej Elertowski, Alberyk Arend,Oda Stocki und Pawel Kurzynski.
      In den Jahren 1707 und 1717 wurde die Stadt von russischen Truppen zerstört. I.J. 1739 wurde im Kloster die Kommende eingeführt. Die Klostergüter wurden zwischen Abt, Superior und dem Konvent aufgeteilt.
      Ein am Tage Christi Himmelfahrt i.J. 1745 entfachter Brand der Brauerei ging auf das Kloster über, welches zu einem Raub der Flammen wurde .
      Es kam auch zur Veränderung der rechtlichen Struktur des Klosters, es verlor das Besitzerrecht der Stadt und Wšgrowiec kam unter königliche Verwaltung.
      Auf Grund eines Erlasses der preußischen Regierung vom 28.Juli 1796 wurden alle Klostergüter vom Staat ünbernommen. Ab 1816 wurde dem Kloster verboten weitere Novizen aufzunehmen. Die Säkularisation und Enteignung des Besitzes fand im Jahr 1836/37 statt.
      Nach der Kassation der Abtei, wurden die Räumlichkeiten des Klosters zu verschiedenen Zwecken genutzt. Im Südflügel wurde das Kreisgericht und Gefängnis untergebracht. Die Kirche wurde Stadtpfarrkirche. Zur Zeit der Kassation befanden sich im Besitz der Bibliothek 1940 Volumina, welche versprengt und auch ausgeraubt wurden. Im Jahre 1920 errichtete man in den früheren Klostergebäuden das erzbischöfliche Konvikt.
      Während des zweiten Weltkrieges waren die Kirche und das Kloster geschlossen. Sie dienten den Besatzern als Lager für Medikamente und medizinisches Gerät. Im Jahre 1945 wurden Kirche und Kloster von den sich auf dem Rückzug befindlichen Deutschen niedergebrannt. Der Wiederaufbau fand von 1946-1968 statt. Die Klostergebäude dienten danach von 1968-1997 als Heim für pensionierte Priester der Erzdiözese Gniezno.    
   

↑ Haufen

Die Abtei des Objekt heute

Abtei heute

Łekno

Bis in unsere Tage sind von den Gebäuden des Klosters Łekno keine Spuren mehr vorhanden. Wertvolle historische Gegenstände aus diesem Kloster sind zwei Bibeln; eine aus dem XIII. J.h. , die andere von Ende des XIV. J.h. Beide werden gegenwärtig in der Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Kurnik aufbewahrt.
Auf Grund historischer und naturwissenschaftlicher Kriterien wurde der Siedlungskomplex Łękno abgesondert. Auf dem Gelände werden seit Jahren achäologisch-architektonische Untersuchungen geführt. Die Ausgrabungen sind für Besucher nur während der Dauer der Arbeiten zugänglich und zwar im Juli von 9-14 Uhr. Voraussichtlich wird an der Stelle des ehemaligen Klosters (Standort Ł3) ein archäologisch- architektonisches Freilichtmuseum errichtet.
Weitere Informationen zum Verlauf der Untersuchungen auf:
Archäologiemuseum Poznańwww.muzarp.poznan.pl
Łekno (Archäologische Expedition Poznań)www.historia.amu.edu.pl/Lekno/
(Verein des Zisterzienserweges in Wšgrowiec)www.cystersi.wagrowiec.pl

Wagrowiec heute

Das Kloster

Gegenwärtig gehören die Nord- und Westfügel zur früheren Klosterpfarrei; die Ost-und Südflügel sind für andere Zwecke vorgesehen.
Im Flur, der zum Karzer führt, befindet sich das Lapidarium in dem architektonische Motive ausgestellt werden - u.a. Grabplatten mit Schwertern verziert.
Das bedeutete, dass unter einer solchen Platte ein Kreuzfahrer ruhte. In den Kreuzgängen des Klosters befindet sich eine ständige Ausstellung zur Geschichte der Abtei Łękno-Wagrowiec.

Ehemalige Zisterzienserkirche

Bis in unsere Zeit ist die Klosterkirche der Aufnahme Mariens in den Himmel erhalten geblieben. Sie war reich ausgeschmückt - welche leider wahrend eines Brandes im Jahr 1945 völlig zerstört wurde.
Trotzdem die Kirche ihre frühere Raumgestaltung beibehalten hat ist sie derzeitig im Barockstil ausgestattet.Die ältesten Fresken (romanische und gotische) sind nicht erhalten; jedoch originelle, architektonische Details, u.a. Säulen-Kapitelle, Konsolen, Gesimsfragmente mit Pflanzenmotiven blieben erhalten. Der heutige Innenschmuck ist sehr einfach.
Die spätgotische Muttergottes mit dem Kinde aus dem Jahre 1510 ist das einzige Element der früheren Ausstattung in der heutigen Kirche.
Der Hochaltar aus dem Jahre 1799, der während des zweiten Welkrieges verbrannte, wurde imJahre 1960 von Josef Pade nach alten Bildern und erhaltenen Brandrelikten rekonstruiert. Die Ausstattung wird durch ein Gestühl ergänzt, welches 1970 aus der Kathedrale aus Gnieżno eingebracht wurde. Es gibt noch einige der früheren liturgischen Gefäße und zwar eine Monstranz aus er ersten Hälfte des XVII. J.h. mit Elementen aus dem XVI J.h., zwei barocke Weihbecken, ein silbernes Reliquiar der hl.Cäcilie, ein silbernes Weihrauchschiffchen aus dem Jahre 1718 und Spät-Renaissance Hostienkelche von 1640 und 1641 mit dem Zeichen des Goldschmiedes.
Aus der Kirche in Wšgrowiec stammt auch die hölzernie, polychromierte Christusfigur Vir Dolorum aus der ersten Hälfte des XVI. J.h., die gegenwärtig im Museum der Erzdiözese Gnieżno aufbewahrt wird.

Kontakt:
Parafia Poklasztorna Wniebowzięcia N.M.P.
ul. Klasztorna 21
62-100 Wągrowiec
Tel : Ks. proboszcz: 067 262 01 25 Ks. wikariusz: 067 268 50 10
e-mail:proboszcz@parafia-internetowa.pl
http://www.parafia-internetowa.pl/

Ehemalige Zisterzienserobjekte

Das Regionalmuseum befindet sich im historischen Gebäude vom Ende des XVIII. J.h. in der sog. Opatówka, dem früheren Sitz der Äbte. eine ständige Ausstellung "Wšgrowiec und Umgebung - Geschichte". Zu den wertvollsten Gegenständen gehört hier die Erstausgabe der Bibelüberstzung von Jakob Wujek aus dem Jahre 1599. Ausgestellt sind auch Zisterzienser-gewänder und eine Fahne mit dem Wappen von Wšgrowiec, Urkunden, Aufnahmen und Gegenstände, die gewisse Ereignisse aus der Zeit von der Mitte des XVII. J.h. bis zum zweiten Weltkrieg bekunden.

Besichtigungen:
Eintritt normal - 3 zł.
Eintritt ermäßigt - 2 zł.
An Sonntagen kein Eintrittsgeld.
Wir laden ein http://www.opatowka.pl Seite des Regionalmuseums in Wšgrowiec.

Die Schrotholzkirche in Tarnow Pałucki war seit dem Mittelalter das Patronat der Zisterzienser von Łękno i Wšgrowiec. Es ist die älteste Holzkirche in Polen, die in ihrem Massiv erhalten blieb.Ihr Inneres schmückt eine herrliche Polychromie aus dem Dreißiger Jahren des XVII. J.h. In Zukunft soll die Kirche mitsamt dem sie umgebenden Friedhof zu einem Freilichtmuseum sakraler Holzarchitektur umfunktioniert werden.

↑ Haufen

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